Bettenfachgeschäft des Jahres 2013

Ausgezeichnet zum Bettenfachgeschäft des Jahres 2013

Mit der Salzgrotte zum Besucherboom
19.03.2014 von Mirko Lissner

Mittlerweile nähert sich der 2 Geburtstag der Salzgrotte im Kolbe Bettenland. Im Juni 2014 werden insgesamt über 20.000 Menschen die Salzgrotte besucht haben.

Als im Juni 2012 die Salzgrotte in unserem Haus ihre Türen öffnete konnten wir noch nicht ahnen, welch großen Zuspruch die Räumlichkeiten bekommen würden. Nachdem das Geld endlich zur Verfügung stand, konnte Sandy Kolbe den Traum den sich Ihre Tante in Hannover schon erfüllt hatte endlich auch in Hildesheim verwirklichen.

Was eine Salzgrotte in einem Bettenfachgeschäft zu suchen habe, wurden Sandy und Mirko Kolbe schon häufig gefragt. Um eine Antwort war die Geschäftsführerin nie verlegen: „Das, was wir durch unsere Beratung und Hilfestellung der Messsysteme in unserem Haus Gutes für den Rücken tun, machen Allergien, Asthma oder Atembeschwerden beim Schlafen wieder zunichte.“ Gesunder Schlaf sei mehr als die Frage nach der richtigen Matratze. „Wir verstehen uns mittlerweile als ganzheitliche Berater und werden auch vom Kunden so gesehen. Man vertraut uns“, sagt Kolbe. Doch Mirko Kolbe betont: „Wir sind keine Menschen in Weiß.“ Denn der Besuch in der Salzgrotte ist keine medizinische Maßnahme; er soll das Wohlbefinden steigern und für Entspannung sorgen.

Dass die Kunden auf dem Weg zum Wellness-Erlebnis durch die Verkaufsausstellung laufen, die auf zwei Etagen und 1.200 Quadratmetern präsentiert wird, ist ein gewollter Nebeneffekt. „Wir können nach der kurzen Zeit noch nicht genau sagen, wie sich das insgesamt auf den Umsatz auswirkt. Aber zur Eröffnung der Salzgrotte an einem verkaufsoffenen Sonntag im Juni wurde unser Geschäft regelrecht gestürmt. Wir haben in fünf Stunden 700 Besucher durch die Grotte geschleust, die nur deswegen in unser Geschäft gekommen sind.“ Der Andrang hielt: Mittlerweile gibt es viele Stammkunden mit 10er-, 20er- oder 50er-Karten. Ein Einzeltermin kostet für Erwachsene 9 Euro, auch Kinder sind gerne gesehen. Komplette Selbsthilfegruppen buchen die Grotte ebenso wie Heilpraktiker, die mit ihren Patienten zu bestimmten Anwendungen herkommen. „Manche Leute
fahren über 50 Kilometer um zu uns zu kommen“, so Kolbe. Das dürfte sich langfristig auszahlen. 

Doch vor den Erfolg haben die Götter nicht nur den Schweiß gesetzt: Neben der Arbeit hat Frau Kolbe in den Umbau eine sechsstellige Summe investiert. Rund 1.200 Euro kostete nach Kolbes Angaben der Bau einer Salzgrotte pro Quadratmeter. Um nicht anbauen zu müssen, opferte das Unternehmen Büro- und Lagerräume im Obergeschoss, wo auf mehr als 100 Quadratmetern geschäftliches Neuland betreten wurde: „Wir haben uns im Vorfeld mit Medizinern beraten, Statiker mussten die Decke untersuchen und das Gesundheitsamt wollte auch vieles prüfen“, erinnert sich Kolbe. Als die Genehmigung erteilt war, begann eine mehrmonatige Bauphase, in der neben viel Eichenholz auch 14 Tonnen Himalaya-Salz für die Wand- und Deckengestaltung bewegt wurden. Den Boden bedecken drei Tonnen Totes-Meer-Salz. Durch einen neu eingebauten Treppenlift und eine Rollstuhlrampe ist die Grotte auch für Behinderte problemlos erreichbar.

Von der Investition war Sandy Kolbe, die mit ihrem Mann das seit 1930 bestehende Geschäft in vierter Generation gemeinsam führt, immer überzeugt: „Die Idee dazu gab es schon lange, wir konnten sie aber erst 2012 finanziell stemmen. Auch Gaby und Uwe Kolbe sind dem Beispiel in ihrem Laden in Braunschweig gefolgt. In Hildesheim haben Sandy und Mirko Kolbe das Angebot nun noch deutlich breiter aufgestellt. In der Salzgrotte mit ihrem speziellen Mikroklima, für das unter anderem zwei Gradierwerke sorgen, finden bis zu 18 Personen Platz. Sie ruhen dort 45 Minuten lang in Decken gehüllt zu Entspannungsmusik auf Liegen. Außerdem stellte die Geschäftsführung 5 Wasserbetten auf. Direkt nebenan befindet sich die so genannte Sole-Oase. In dieser Vernebelungskabine, in der man 15 Minuten sitzt, ist die Salzkonzentration in der Luft höher, wodurch die Atemwege frei sowie Sauerstoffzufuhr und Durchblutung belebt werden sollen. Daneben haben Kolbes einen Raum zur Andullationstherapie geschaffen: Mittels einer Andullationsmatte mit Infrarot-Tiefenwärme werden hier im Körper Reize ausgelöst, die ebenfalls die Durchblutung fördern können. Kolbes wollen weiter in das Thema Wohlbefinden investieren, denn: „Jede neue Erkenntnis bietet ein Stück mehr Gesundheit. Und wer innerlich zufrieden und glücklich ist,
stärkt seine Kräfte.“ 

Das klingt zwar nach neuer Prioritäten-Setzung, doch eine Zukunft als reines Wellness-Unternehmen strebt das Hildesheimer Traditionshaus nicht an: „Unser Herz schlägt für die Betten, und das wird auch so bleiben“, betont Mirko Kolbe. „Aber wir sind von unserem Projekt überzeugt, weil wir die Synergien zwischen Bettenhaus und Salzgrotte sehr wohl sehen.“ Und das ist wörtlich zu nehmen.